Lernspielzeuge – Was eignet sich für Kinder?

Lernspielzeug
Lernspielzeug Tablet?

In den Kinderzimmern Deutschlands herrscht gewöhnlich ein Überfluss an Spielzeugen. Bunt, laut, aus Plastik oder Holz, mit Batterien oder einfach nur der beliebte Teddybär tummeln sich in den Zimmern von großen und kleinen Entdeckern.

Doch was davon ist sinnvoll und als Lernspielzeug einzustufen?

Warum Lernspielzeug sinnvoll ist

So komisch es klingen mag, aber zunächst einmal will auch spielen gelernt sein. Fernseher aus, Fantasie an sind Zauberworte, die Kinder heute leider viel zu wenig hören. Statt pausenlos Sendungen anzusehen – von denen einige durchaus ihren pädagogischen Wert haben, genießt man sie maßvoll – können Sie Ihr Kind auf sehr vielen andere Wegen fördern.

Motorik, Sprache und Kreativität sowie der Forscherdrang, den ein jedes Kind besitzt, werden dabei optimal unterstützt und gefördert. Je nach Alter gibt es verschiedene Möglichkeiten Lernspielzeuge sinnvoll einzusetzen.

Wie Babys spielend lernen

Bei Babys fördern Sie am besten anfangs vor allem die Motorik und die körperliche Entwicklung. Greifen, drehen, strecken um das Lieblingsspielzeug  zu erreichen gehören zu den täglichen Übungen, die Sie mit einem passenden Lernspielzeug optimal unterstützen können. Babys lieben beispielsweise Spielzeuge die Geräusche machen wenn sie sie bewegen.

Daher sind integrierte Glöckchen oder raschelnde Füllungen in Schmusetieren oder Rasseln immer ein besonderes Highlight. Platzieren Sie diese Lieblingsspielzeuge ruhig etwas außerhalb von Babys Reichweite, so wird es versuchen sie zu fassen und betätigt sich dabei körperlich und lernt Drehungen oder in der Bauchlage den Kopf zu halten.

Ist das Baby etwas älter, so kann die Feinmotorik geübt werden. Motorikschleifen oder sogenannte Activity Balls, die aus verschiedenen fest miteinander verbundenen Elementen bestehen, sind bestens geeignet die kleinen Kinderhände zu trainieren. Lustige Geräusche geben hierbei einen zusätzlichen Anreiz das Spielzeug immer wieder zu benutzen.

Kleinkinder gezielt fördern

Den Übergang zum Kleinkindalter können Sie ebenso spielerisch unterstützen. Lerncomputer sind eine wunderbare Möglichkeit das Gedächtnis und den Wortschatz zu trainieren. Wollen Sie dabei nicht auf elektronisches Spielzeug zurückgreifen, können Sie denselben Effekt auch mit kindgerechten Memorykarten erreichen.

Ganz wichtig für die spielerische Förderung von Kleinkindern ist Outdoor-Spielzeug. Bagger,Schaufel und Sandkasten begeistern kleine Architekten und sie lernen so die Grundzüge der physikalischen Gesetze kennen.
Begeistern Sie ihr Kind doch einmal mit einer Becherlupe und fangen Sie damit allerhand Getier um es eine Weile zu beobachten.

Für den Ausbau der motorischen Fähigkeiten eignet sich übrigens ein Laufrad oder, wenn das Kind noch sehr klein ist, auch ein Dreirad. Hier ist eine Stange zum Schieben sinnvoll, falls die kleinen Beinchen müde werden und Mama oder Papa für Antrieb und Vorwärtskommen sorgen müssen.

Fördern aber nicht überfordern

Lernspielzeuge sind sinnvoll, müssen aber auch sinnvoll eingesetzt werden. Achten Sie unbedingt auf die Altersangaben des Herstellers und halten Sie sich an diese. Falscher Ehrgeiz nützt an dieser Stelle nichts, Ihrem Kind soll das Spielzeug Spaß machen und es nicht überfordern. Sollte es nämlich noch nicht so weit sein, um mit einem bestimmten Lernspielzeug seine Fähigkeiten zu trainieren, wird es schnell frustriert sein und das Spielzeug nicht mehr mögen.